Spuk in der Schule

„Stell dir vor, Pippi Langstrumpf käme dir plötzlich mitten in der Nacht auf ihrem Pferd Kleiner Onkel auf dem Schulflur entgegen….“
Bei dieser Vorstellung kommt einem doch nur ein Gedanke: Spuk in der Astrid-Lindgren-Schule!

So lautet der Titel des Hörspiels, das wir –  das sind zwölf Kinder der dritten und vierten Schuljahre, die Schulsozialarbeiterin Anne Günther und Alexandra Korn, Lehrerin an der ALS, gemeinsam mit der Journalistin Martina Bernhardt im Rahmen eines Radioprojekts der Medienwerkstatt Rhein-Erft erarbeitet haben.
Mit professionellem Know-how, viel Geduld und pädagogischem Geschick zeigte uns Frau Bernhardt, wie ein Hörspiel entsteht.

Ein Hörspiel zu produzieren hört sich leichter an als es ist. Es gibt viele Aspekte, die zu beachten sind und so gab es viel für uns zu tun.
Zu Beginn überlegten wir uns ein Drehbuch für unsere Geschichte –  gar nicht so einfach, wenn viele Köpfe viele Ideen haben und man sich auf ein Thema einigen muss. Die Geschichte muss außerdem einen Anfang haben, einen Höhepunkt und natürlich ein Ende, und dabei darf der rote Faden nie verloren gehen. Ganz schön schwierig…
Es ist auch nicht so leicht, Dialoge zu erfinden. Obwohl wir uns ja ständig miteinander unterhalten, ist es eine Herausforderung, sich ein halbwegs sinnvolles Gespräch auszudenken.

Nebenbei lernten wir mit einem Aufnahmegerät und einem Mikrofon umzugehen, indem wir uns gegenseitig interviewten. Dabei mussten wir immer auf die optimale Lautstärke achten, damit das Gerät nicht übersteuert. Es war lustig zu hören, wie anders sich unsere Stimmen auf der Aufnahme anhören. Wir nahmen auch die Geräusche auf, die wir für unser Hörspiel brauchten, z.B. knarrende Türen, Schuhgetrappel und kreischende Affen. Wir waren in der ganzen Schule unterwegs, um die passenden Töne aufzunehmen.

Am schwierigsten war es sicherlich, sich in die Hörspielgeschichte hineinzudenken. Ein Hörspiel ist wie ein Kino im Kopf. Es lebt von dem, was man hört. Dazu gehören die Dialoge und die Hintergrundgeräusche, beides soll möglichst spannend und echt, also authentisch, wirken. Um dies zu erreichen, lasen wir unsere Rollen nicht einfach nur vom Blatt ab, sondern lernten sie auswendig, um sie flüssig vortragen zu können.

Auf Geräusche, die wir täglich hören, achten wir ja normalerweise nicht.
Frau Bernhardt brachte uns bei, sie ganz bewusst wahrzunehmen und selbst herzustellen, denn für ein Hörspiel sind Hintergrundgeräusche sehr wichtig: sie machen das Kino im Kopf  lebendig und wir können uns die einzelnen Szenen viel besser vorstellen.

Schließlich ging für die Aufnahme unseres Hörspiels zur  Medienwerkstatt ins  Anton-Heinen-Haus. Zum ersten Mal sahen wir ein richtiges Aufnahmestudio, in dem auch Radiosendungen aufgenommen werden. So ein Studio ist ein schalldichter Raum mit vielen Mikrofonen, Kopfhörern, Computern und einem großen Aufnahmepult. Je nachdem, welche Szene gerade aufgenommen wurde, gingen wir einzeln oder kleingruppenweise in den Studioraum und sprachen unsere Rollen, die Frau Bernhardt aufnahm. Manchmal dauerte es eine Weile, denn wir gaben uns richtig viel Mühe, unsere Dialoge so echt wie möglich klingen zu lassen. Wir hatten alle viel Spaß dabei, denn die Kinder außerhalb des Aufnahmeraums konnten uns von außen wie in einem Aquarium beobachten und uns zuhören.

Leider war die Radiowerkstatt Mitte Juli zuende. Frau Bernhardt hatte unsere Aufnahmen mit Hilfe ihres Computers zusammengeschnitten und dann… war es soweit:

Am Sonntag, den 4. August um 19.04 Uhr ging unser Hörspiel „Spuk in der Schule“ auf Radio-Erft auf Sendung!!!

Wir alle möchten uns bei Frau Bernhardt und der Medienwerkstatt für das tolle Projekt bedanken. Es war ein unvergessliches Erlebnis, wir haben sehr viel dabei gelernt und es hat großen Spaß gemacht!!! VIELEN DANK!!!

Ali, Elisabeth, Elma, Haydar, Leon, Mina, Nathan, Salem, Sidal, Vanessa, Younes und Zoe

Die Sendung ist im Internet verfügbar:

Zum Hörspiel Spuk in der Schule

Zum Interview Radio-Kinder

Zum Interview mit Anne Günther, Sozialarbeiterin

Zum Interview mit Waltraut Pütz, Vorsitzende des Fördervereins der ALS, der das Radioprojekt finanziell unterstützt hat.